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Der Lob ist im Padel ein Werkzeug für den Wechsel aus der Abwehr nach vorn. Du spielst den Ball hoch über die Netzspieler, sodass er tief in ihrer Hälfte aufspringt. Gelingt der Schlag gut, müssen die Gegner zurück und euer Team gewinnt Zeit für die eigene Position.

Warum der Lob so wichtig ist

Im Padel eröffnet die Netzposition viele offensive Schlagoptionen. Ein flacher Ball aus der Abwehr lässt sich oft direkt per Volley abfangen. Ein kontrollierter, hoher Lob zwingt die gegnerischen Spieler dagegen nach hinten zur Rückwand oder zu einem schwierigeren Überkopfball.

Der Lob in 4 Schritten

So spielst du den Lob

  1. Schritt 1: Ball kommen lassen

    Lob-Bälle spielst du meist nach dem Aufprall, oft auch nach der Rückwand. Lass den Ball vor deinen Körper kommen.

  2. Schritt 2: Tief gehen, Fläche öffnen

    Geh in die Knie und öffne die Schlagfläche leicht nach oben. Der Schläger kommt unter den Ball.

  3. Schritt 3: Von unten nach oben schwingen

    Schwinge ruhig von unten nach oben in Richtung Ziel. Höhe kommt aus der Bewegung, nicht aus Kraft.

  4. Schritt 4: Situation lesen und nachrücken

    Rückt gemeinsam nach vorn auf, wenn der Lob die Gegner tief hinter die Aufschlaglinie drängt. Bleibt hinten, wenn der Ball zu kurz gerät.

Die Zielzone

Ein guter Lob springt im letzten Drittel der gegnerischen Hälfte auf, nahe der Rückwand, und ist so hoch, dass die Netzspieler ihn nicht im Rückwärtslaufen angreifen können. Zu kurz ist er eine Einladung zum Smash, zu lang fliegt er direkt an die Wand und kostet den Punkt.

Lob über die Netzspieler

Padelcourt von oben. Das eigene Team A und B steht hinten in der Abwehr, die Gegner stehen am Netz. Der Lob landet tief in der gegnerischen Hälfte nahe der Rückwand. Danach laufen A und B nach vorn. A B G G
Der Ball springt tief hinter den Gegnern auf. Gelingt der Ball lang genug, nutzen A und B die Zeit zum gemeinsamen Vorrücken.

Bei Wind oder unter einer niedrigen Hallendecke passt du die Höhe an. Auf Outdoor-Courts trägt der Ball bei Rückenwind weiter; in Hallen mit niedriger Decke spielst du flacher und kontrollierter.

Typische Fehler

  1. Fehler Zu kurz – der Ball landet in der Nähe der Aufschlaglinie.

    So geht’s besser Mehr Höhe statt mehr Kraft. Ziel ist das letzte Drittel vor der Rückwand.

  2. Fehler Zu lang – der Ball trifft die gegnerische Rückwand ohne Aufprall.

    So geht’s besser Flacher und ruhiger schwingen. Lieber ein Meter zu kurz als an die Wand.

  3. Fehler Stehen bleiben nach einem tiefen, kontrollierten Lob.

    So geht’s besser Gemeinsam nach vorn rücken, sobald die Gegner weit nach hinten abdrehen müssen. Bei zu kurzen Bällen hinten absichern.

  4. Fehler Lob aus dem Gleichgewicht, Oberkörper fällt nach hinten.

    So geht’s besser Mit gebeugten Knien unter den Ball gehen und das Gewicht nach vorn mitnehmen.

Outdoor-Padelcourt mit Glaswand, daneben Sitzgruppen auf Kunstrasen
Outdoor beeinflussen Wind und Sonne den Lob – plane die Höhe entsprechend. Foto: Unsplash

Übung für das Training

Übung

Lob-Korridor

  • 2–4 Spieler
  • Beispiel: 15 Minuten
  • Einsteiger bis Fortgeschrittene

Ziel: Den Lob konstant tief in die gegnerische Hälfte spielen.

  1. Markiert eine Zielzone im letzten Drittel mit flachen Markern oder vereinbart die Linie visuell. Keine losen Bälle im Laufbereich ablegen.
  2. Ein Spieler steht am Netz und spielt den Ball flach auf den Partner hinten.
  3. Der hintere Spieler antwortet mit einem Lob in die Zielzone. Nach einem gut platzierten Ball rückt er probeweise zwei Schritte nach vorn und stellt sich anschließend wieder hinten auf.

Anpassbares Übungsbeispiel: Sieben von zehn Lobs landen in der Zielzone, ohne die Rückwand direkt zu berühren. Pass die Trefferzahl an dein Niveau an.

Gegen einen gegnerischen Lob hilft dir eine kontrollierte Bandeja, um die Netzposition zu verteidigen. Für die gemeinsame Abstimmung beim Aufrücken lohnt sich zudem ein Blick in die Padel Doppel-Taktik.

Häufige Fragen zum Padel-Lob

Sollte man nach jedem Lob sofort ans Netz aufrücken?
Nein. Ihr rückt nur auf, wenn der Lob hoch und lang genug geraten ist, sodass die Gegner hinter die Aufschlaglinie gedrängt werden. Gerät der Lob zu kurz, bleibt ihr hinten und sichert das Feld gegen einen Smash oder Volley ab.
Wohin zielt ein sicherer Lob am besten?
Die bevorzugte Landezone liegt im letzten Drittel der gegnerischen Hälfte, kurz vor der Rückwand. Das drängt die Gegenseite weit nach hinten und verhindert schnelle direkte Angriffe.
Wie verhindert man, dass der Ball direkt die Glasscheibe trifft?
Nimm das Tempo heraus und erzeuge die Höhe mit gebeugten Beinen und einer leicht geöffneten Schlagfläche statt mit kräftigem Vorwärtsschwung. Zu viel Vorwärtsimpuls führt leicht zum Ausball an der Rückwand.

Fazit

Ein kontrollierter Lob verschafft deinem Team die nötige Zeit, um aus der Defensive heraus wieder offensiver zu agieren. Entscheidend bleibt die Ballkontrolle: Beobachte die Fluglänge und rückt nur dann gemeinsam vor, wenn der Ball die Gegenseite wirklich nach hinten zwingt.

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